Sonntag, 12. April 2009
hoffnung
1234tuch, 23:20h
hoffnung ist es, wenn man seine luftschlösser auf soliden fundamenten baut.
aba assa
aba assa
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Donnerstag, 26. Februar 2009
noch einmal was auch immer ...
1234tuch, 14:45h
„Darin besteht die Liebe: Dass sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden.”
Rainer Maria Rilke
Rainer Maria Rilke
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Freitag, 26. Dezember 2008
Weihnachten
1234tuch, 23:05h
Der Stern
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.
Wilhelm Busch
Hätt einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wär wohl nie
dem Sternlein nachgereist wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen läßt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.
Wilhelm Busch
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Samstag, 13. Dezember 2008
Sagengestalten
1234tuch, 20:04h
Das Einhorn
Der Heilige hob das Haupt, und das Gebet
fiel wie ein Helm zurück von seinem Haupte:
denn lautlos nahte sich das niegeglaubte,
das weiße Tier, das wie eine geraubte
hülflose Hindin mit den Augen fleht.
Der Beine elfenbeinernes Gestell
bewegte sich in leichten Gleichgewichten,
ein weißer Glanz glitt selig durch das Fell,
und auf der Tierstirn, auf der stillen, lichten,
stand, wie ein Turm im Mond, das Horn so hell,
und jeder Schritt geschah, es aufzurichten.
Das Maul mit seinem rosagrauen Flaum
war leicht gerafft, so daß ein wenig Weiß
(weißer als alles) von den Zahnen glänzte;
die Nüstern nahmen auf und lechzten leis.
Doch seine Blicke, die kein Ding begrenzte,
warfen sich Bilder in den Raum
und schlossen einen blauen Sagenkreis
Rilke
Der Heilige hob das Haupt, und das Gebet
fiel wie ein Helm zurück von seinem Haupte:
denn lautlos nahte sich das niegeglaubte,
das weiße Tier, das wie eine geraubte
hülflose Hindin mit den Augen fleht.
Der Beine elfenbeinernes Gestell
bewegte sich in leichten Gleichgewichten,
ein weißer Glanz glitt selig durch das Fell,
und auf der Tierstirn, auf der stillen, lichten,
stand, wie ein Turm im Mond, das Horn so hell,
und jeder Schritt geschah, es aufzurichten.
Das Maul mit seinem rosagrauen Flaum
war leicht gerafft, so daß ein wenig Weiß
(weißer als alles) von den Zahnen glänzte;
die Nüstern nahmen auf und lechzten leis.
Doch seine Blicke, die kein Ding begrenzte,
warfen sich Bilder in den Raum
und schlossen einen blauen Sagenkreis
Rilke
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Samstag, 8. November 2008
Wege, die wir gehen ...
1234tuch, 16:24h
Freundlichkeit in Worten schafft Vertrauen. Freundlichkeit im Denken schafft Tiefe. Freundlichkeit im Geben schafft Liebe.
Lao-tse
Lao-tse
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Freitag, 10. Oktober 2008
Verlierer und Sieger
1234tuch, 20:13h
"Die Rennbahn hat mir viele traurige und magische Momente beschert,
tragische natürlich auch. Ich habe eine ganze Menge Unfälle gesehen -
unglücklich für Mensch und Pferd. Ich wurde Zeuge beim Tod eines Jockeys.
Einmal wettete ich auf ein Pferd und bekam den 225-fachen Einsatz zurück.
Und während einer ganz heißen Phase gewann ich 23 Mal hintereinander und
keines der Pferde war favorisiert. Ich stolzierte herum und fühlte mich so
ziemlich wie Gott. Meine Stimme wurde voll und schön und meine Augen
glänzten. Ging zur schönsten Dame der Rennbahn, nahm sie in den Arm, brachte
sie zu meinem Auto, fuhr zu meinem Motel und bumste sie.
Danach geriet ich auf die Verliererstraße und steckte ziemlich schnell
wieder zurück. Manchmal denke ich, es gibt Kräfte, die uns für kurze Zeit
emporheben, damit wir sehen, wie leer und einsam wir als Sieger dastehen."
Charles Bukowski
tragische natürlich auch. Ich habe eine ganze Menge Unfälle gesehen -
unglücklich für Mensch und Pferd. Ich wurde Zeuge beim Tod eines Jockeys.
Einmal wettete ich auf ein Pferd und bekam den 225-fachen Einsatz zurück.
Und während einer ganz heißen Phase gewann ich 23 Mal hintereinander und
keines der Pferde war favorisiert. Ich stolzierte herum und fühlte mich so
ziemlich wie Gott. Meine Stimme wurde voll und schön und meine Augen
glänzten. Ging zur schönsten Dame der Rennbahn, nahm sie in den Arm, brachte
sie zu meinem Auto, fuhr zu meinem Motel und bumste sie.
Danach geriet ich auf die Verliererstraße und steckte ziemlich schnell
wieder zurück. Manchmal denke ich, es gibt Kräfte, die uns für kurze Zeit
emporheben, damit wir sehen, wie leer und einsam wir als Sieger dastehen."
Charles Bukowski
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Mittwoch, 27. August 2008
Freiheit
1234tuch, 00:48h
"Die Freiheit des Willens, wie wir sie bis hierher beschrieben haben, liegt in der Größe der Phantasie und der Selbsterkenntnis."
Lesen und denken Sie weiter, bleiben Sie nicht bei diesem Gedanken stehen -
Peter Bieri: Das Handwerk der Freiheit
Lesen und denken Sie weiter, bleiben Sie nicht bei diesem Gedanken stehen -
Peter Bieri: Das Handwerk der Freiheit
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Dienstag, 10. Juni 2008
Blumen und Tiere
1234tuch, 16:58h
Claire Goll (1901-1977)
(aus: Poèmes de Jalousie 1926)
Seit du mich verlassen hast
Wird nicht mehr Tag.
Die Nächte gleiten mit der Zeitlupe
Durch alle Monate verfolgt mich Winter.
Auf dem Grund meiner gefrorenen Augen
Sterben die Fische
Und goldene Motten
Fressen an meinem wollenen Haar.
Niemals wieder seh ich den Frühling
Maiglöckchen und Gelbstern
Weigern sich schon zu wachsen.
Mai, süßer Revolutionär,
Warum fliehst du mich?
(aus: Poèmes de Jalousie 1926)
Seit du mich verlassen hast
Wird nicht mehr Tag.
Die Nächte gleiten mit der Zeitlupe
Durch alle Monate verfolgt mich Winter.
Auf dem Grund meiner gefrorenen Augen
Sterben die Fische
Und goldene Motten
Fressen an meinem wollenen Haar.
Niemals wieder seh ich den Frühling
Maiglöckchen und Gelbstern
Weigern sich schon zu wachsen.
Mai, süßer Revolutionär,
Warum fliehst du mich?
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Donnerstag, 15. Mai 2008
Erinnerung an China
1234tuch, 00:58h
Was ist das für eine Welt?
Die Liebkosungen gehen in Würgungen über.
Der Liebesseufzer verwandelt sich in den Angstschrei.
Warum kreisen die Geier dort?
Dort geht eine zum Stelldichein.
B. Brecht "Der gute Mensch von Sezuan"
Die Liebkosungen gehen in Würgungen über.
Der Liebesseufzer verwandelt sich in den Angstschrei.
Warum kreisen die Geier dort?
Dort geht eine zum Stelldichein.
B. Brecht "Der gute Mensch von Sezuan"
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Mittwoch, 7. Mai 2008
der Infinitiv mit zu
1234tuch, 21:26h
Kinder und Linke
Wer Kindern sagt
Ihr habt rechts zu denken
der ist ein Rechter
Wer Kindern sagt
Ihr habt links zu denken
der ist ein Rechter
Wer Kindern sagt
Ihr habt gar nichts zu denken
der ist ein Rechter
Wer Kindern sagt
Es ist ganz gleich was ihr denkt
der ist ein Rechter
Wer Kindern sagt
was er selbst denkt
und ihnen auch sagt
dass daran etwas falsch sein könnte
der ist vielleicht ein Linker
Erich Fried
Wer Kindern sagt
Ihr habt rechts zu denken
der ist ein Rechter
Wer Kindern sagt
Ihr habt links zu denken
der ist ein Rechter
Wer Kindern sagt
Ihr habt gar nichts zu denken
der ist ein Rechter
Wer Kindern sagt
Es ist ganz gleich was ihr denkt
der ist ein Rechter
Wer Kindern sagt
was er selbst denkt
und ihnen auch sagt
dass daran etwas falsch sein könnte
der ist vielleicht ein Linker
Erich Fried
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